Der Trend zu stärker personalisierten Benefits
Die Erwartungen von Mitarbeitenden an Benefits entwickeln sich stetig weiter. Statt eines traditionellen „Onesizefitsall“-Ansatzes schätzen viele Mitarbeitende zunehmend die Möglichkeit, Benefits an ihre persönlichen Bedürfnisse und Lebenssituationen anzupassen.
Vor diesem Hintergrund erweist sich ein höheres Mass an Wahlfreiheit und Flexibilität als einer der wirksamsten Wege, den wahrgenommenen Wert von Benefit-Programmen zu steigern.
Unsere aktuelle WTW Benefits Trends Survey Schweiz zeigt, dass dieser Wandel bereits im Gange ist. Rund zwei Drittel der Schweizer Organisationen planen, das Angebot an Wahlmöglichkeiten in den kommenden Jahren auszubauen. Der Anteil von Unternehmen, die bereits heute hoch flexible Modelle anbieten – bei denen Mitarbeitende Basisleistungen anpassen oder Benefit-Budgets nach eigenen Prioritäten einsetzen können – ist derzeit noch relativ gering. Langfristig wird jedoch erwartet, dass diese Modelle deutlich an Bedeutung gewinnen.
Pragmatische Entwicklung im Schweizer Markt
Trotz dieser Dynamik verläuft die Entwicklung hin zu flexiblen Benefits in der Schweiz bislang eher schrittweise und pragmatisch. Im Vergleich zu einigen internationalen Märkten zeigen sich viele Organisationen zurückhaltend bei der Einführung umfassender Flex-Benefit-Plattformen. Administrative Komplexität und Kostenkontrolle werden häufig als zentrale Herausforderungen genannt. Stattdessen erhöhen viele Arbeitgeber die Flexibilität durch gezielte, pragmatische Massnahmen, beispielsweise:
- Möglichkeit für Mitarbeitende, zusätzliche Ferientage zu kaufen
- Einführung von Mobilitäts- oder Nachhaltigkeitszulagen
- Ablösung traditioneller Benefits wie RekaChecks durch digitale Mobilitätslösungen
Diese Ansätze ermöglichen es Unternehmen, mehr Flexibilität zu bieten und gleichzeitig den administrativen und finanziellen Aufwand überschaubar zu halten.
Was das für Arbeitgeber bedeutet
Mit Blick nach vorne dürften flexible Benefits eine zunehmend wichtige Rolle in den Vergütungs- und Benefit-Strategien Schweizer Unternehmen spielen. Mit sich wandelnden Erwartungen der Belegschaft und der Weiterentwicklung digitaler Benefit-Plattformen werden Organisationen verstärkt prüfen, wie sich Basisleistungen mit flexiblen Budgets und freiwilligen Zusatzoptionen kombinieren lassen.
Die zentrale Herausforderung besteht dabei darin, das richtige Gleichgewicht zwischen Wahlfreiheit, Einfachheit und Kostenkontrolle zu finden. Unternehmen, denen dies gelingt, können den wahrgenommenen Wert ihrer Benefits deutlich steigern und gleichzeitig eine stärker personalisierte Employee Experience unterstützen.






